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Wenn Systeme miteinander sprechen: Warum Integration der Schlüssel zu effizienten HR-Prozessen ist

vor 10 Stunden
6 Min. Lesezeit

Ein HR-System für alles? Klingt praktisch. Entspricht aber immer seltener der Realität moderner HR-Landschaften.

Recruiting, Zeitwirtschaft, BEM, Dokumentenmanagement, Personaleinsatzplanung oder Learning: Für nahezu jeden HR-Prozess gibt es heute spezialisierte Lösungen. Und das ist grundsätzlich eine gute Entwicklung. Denn spezialisierte Software kann genau das besonders gut, wofür sie entwickelt wurde.

Die eigentliche Herausforderung entsteht an einer anderen Stelle.

Wenn mehrere Systeme gemeinsam einen Prozess abbilden, müssen auch ihre Daten miteinander sprechen können.

Genau deshalb wird Integration zu einem entscheidenden Faktor für effiziente HR-Prozesse.


Die Zeit der Insellösungen ist vorbei

Lange galt ein zentrales HR-System, das möglichst viele Prozesse innerhalb einer Anwendung abbildet, als ideale Lösung. Heute verfolgen viele Unternehmen einen anderen Ansatz. Sie wählen für einzelne Aufgaben gezielt die Software aus, die am besten zu ihren Anforderungen, Prozessen und Mitarbeitenden passt.

Das Ergebnis ist eine vielfältige HR-Systemlandschaft. Ein System verwaltet die zentralen Personaldaten, ein anderes die Arbeitszeiten, ein weiteres unterstützt das Recruiting und für das BEM oder die Personaleinsatzplanung kommen zusätzliche Speziallösungen zum Einsatz.

Damit verändert sich auch die entscheidende Frage.

Nicht mehr nur:

Welche Software brauchen wir?

Sondern zunehmend:

Wie sorgen wir dafür, dass unsere Systeme sinnvoll zusammenarbeiten?


Denn die beste Speziallösung schafft nur begrenzt Effizienz, wenn Informationen anschließend manuell zwischen den Anwendungen übertragen werden müssen.

Ein modernes Recruiting-System hilft beispielsweise wenig, wenn die Daten neuer Mitarbeitender nach der Einstellung erneut im führenden HR-System erfasst werden. Und auch eine leistungsfähige Zeitwirtschaft verliert einen Teil ihres Nutzens, wenn Änderungen an Stammdaten oder Organisationseinheiten regelmäßig von Hand nachgepflegt werden müssen.

Die einzelnen Systeme sind deshalb häufig gar nicht das Problem. Die Herausforderung liegt im Dazwischen.


Datenübertragung: Ein kleiner Schritt mit großer Wirkung

Ein Beispiel aus dem HR-Alltag zeigt, wie schnell aus einer kleinen Änderung ein größerer Prozess werden kann.

Eine Mitarbeiterin wechselt die Abteilung. Im führenden HR-System wird die Änderung einmal korrekt vorgenommen. Doch diese Information wird möglicherweise auch in der Zeitwirtschaft, der Personaleinsatzplanung, im Dokumentenmanagement oder in weiteren Anwendungen benötigt.

Ohne Integration beginnt an dieser Stelle häufig die Mehrfacharbeit. Daten werden erneut eingegeben, über Excel exportiert, als CSV-Datei bereitgestellt oder über individuelle Importe in andere Systeme übertragen.

Jeder zusätzliche manuelle Schritt kostet Zeit. Vor allem schafft er aber eine weitere potenzielle Fehlerquelle.

Ein Datensatz wird vergessen. Eine Datei ist nicht mehr aktuell. Eine Änderung wird im einen System vorgenommen, im anderen aber nicht. Aus einem vermeintlich kleinen Medienbruch können so schnell unterschiedliche Datenstände entstehen.

Automatisierung reduziert deshalb nicht nur Aufwand. Sie verbessert auch die Qualität und Konsistenz von Daten.

Und genau hier beginnt der eigentliche Mehrwert einer guten Integration.


Schnittstellen verbinden nicht nur Systeme, sondern Prozesse

REST-API, Authentifizierung, Mapping oder Übertragungslogik: Wer über Schnittstellen spricht, landet schnell bei technischen Begriffen.

Für HR ist am Ende aber eine viel einfachere Frage entscheidend:

Wie kommen die richtigen Informationen zur richtigen Zeit sicher in das richtige System?

Eine gute Integration beantwortet genau diese Frage.

Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, jedes vorhandene System wahllos mit jedem anderen zu verbinden. Eine intelligente Systemarchitektur beginnt früher.

Zunächst muss klar sein:

• Welches System führt welche Daten?• Welche Informationen werden in anderen Anwendungen tatsächlich benötigt?• Wann müssen diese Informationen verfügbar sein?• Wer darf darauf zugreifen?• Welche Prozesse sollen automatisiert werden?

Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, lässt sich eine Schnittstelle entwickeln, die nicht nur technisch funktioniert, sondern auch zum tatsächlichen HR-Prozess passt.

Integration beginnt deshalb nicht mit Technik. Sie beginnt mit einem klaren Verständnis von Prozessen und Daten.


Nicht jeder muss alles wissen

Gerade im HR-Umfeld kommt ein weiterer entscheidender Faktor hinzu: Datenschutz.

Personaldaten gehören zu den sensibelsten Informationen eines Unternehmens. Nur weil Daten technisch zwischen verschiedenen Anwendungen übertragen werden können, bedeutet das nicht, dass jedes angeschlossene System sämtliche Informationen erhalten sollte.

Eine gute Integration folgt deshalb nicht dem Prinzip, möglichst viele Daten verfügbar zu machen.

Sondern dem Grundsatz:

So viele Daten wie nötig und so wenige wie möglich.

Besonders deutlich wird das beim Betrieblichen Eingliederungsmanagement, kurz BEM.

Bestimmte Stammdaten und Fehlzeiten können für einen BEM-Prozess relevant sein und bereits im führenden HR-System vorliegen. Die eigentliche BEM-Bearbeitung findet jedoch häufig in einer spezialisierten Anwendung statt.

Eine durchdachte Integration sorgt dafür, dass genau die Informationen übertragen werden, die für den Prozess benötigt werden. Gleichzeitig bleiben vertrauliche BEM-Inhalte dort, wo sie hingehören. Sensible Akten und Informationen müssen nicht zurück in das allgemeine HR-System fließen und bleiben ausschließlich für die dafür berechtigten Personen zugänglich.

Eine gute Schnittstelle verbindet Systeme, ohne notwendige Grenzen aufzulösen.


Praxisbeispiel: Wenn HR-System und BEM-Lösung zusammenspielen

Nehmen wir genau diesen Prozess etwas genauer unter die Lupe.

Die Mitarbeiterstammdaten liegen im führenden HR-System. Dort werden ebenfalls die für den BEM-Prozess relevanten Fehlzeiten erfasst. Die weitere Bearbeitung erfolgt in einer spezialisierten BEM-Software.

Ohne automatisierte Verbindung müssen benötigte Informationen exportiert, geprüft, übertragen und gegebenenfalls erneut kontrolliert werden. Das kostet Zeit und macht einen sensiblen Prozess unnötig abhängig von manuellen Arbeitsschritten.

Über eine definierte Schnittstelle können die erforderlichen Stammdaten und Fehlzeiten dagegen automatisiert an die BEM-Lösung übergeben werden.

Das Ergebnis:

• weniger manuelle Arbeitsschritte• weniger potenzielle Fehlerquellen• aktuelle und konsistente Daten• klar definierte Verantwortlichkeiten• eine saubere Trennung sensibler Informationen

Hier zeigt sich besonders gut, warum Integration mehr ist als reine Datenübertragung.

Eine gute Schnittstelle bringt nicht einfach Daten von A nach B. Sie verbessert den Prozess, der dazwischen liegt.


Was eine gute Schnittstelle wirklich ausmacht

Eine Schnittstelle ist dann gut, wenn sie im Alltag möglichst wenig Aufmerksamkeit benötigt und trotzdem zuverlässig funktioniert. Dafür reicht es nicht, zwei Systeme technisch miteinander zu verbinden.

Entscheidend sind mehrere Faktoren.

1. Die richtigen Daten

Nicht jede Anwendung benötigt sämtliche Informationen aus dem führenden HR-System. Deshalb sollte klar definiert sein, welche Daten für den jeweiligen Prozess tatsächlich erforderlich sind.

Das reduziert unnötige Datenflüsse und unterstützt gleichzeitig einen datenschutzkonformen Umgang mit personenbezogenen Informationen.

2. Der richtige Zeitpunkt

Nicht jede Information muss in Echtzeit übertragen werden.

Bei bestimmten Prozessen kann eine unmittelbare Aktualisierung sinnvoll sein. Bei anderen genügt eine tägliche oder regelmäßig geplante Synchronisation vollkommen.

Die Frequenz sollte deshalb dem Prozess folgen und nicht umgekehrt.

3. Transparenz bei Fehlern

Auch automatisierte Prozesse können auf Fehler stoßen. Entscheidend ist deshalb, wie transparent das System damit umgeht.

Kann ein Datensatz nicht verarbeitet werden, sollte nachvollziehbar sein, was passiert ist, welcher Datensatz betroffen ist und ob Handlungsbedarf besteht.

Eine Schnittstelle, die Fehler lediglich automatisiert, aber unsichtbar macht, löst das eigentliche Problem nicht.

4. Ein verlässlicher Umgang mit Störungen

Ein angebundenes System ist vorübergehend nicht erreichbar. Eine API verändert sich. Eine technische Komponente fällt aus.

Solche Situationen lassen sich in komplexen Systemlandschaften nie vollständig ausschließen.

Eine robuste Integration muss deshalb nicht nur erkennen, dass eine Übertragung gestört wurde. Sie sollte auch definieren, was danach passiert.

Wird die Übertragung automatisch erneut versucht? Werden Verantwortliche informiert? Bleiben Daten erhalten? Kann der Datenfluss nach der Unterbrechung zuverlässig fortgesetzt werden?

Gute Integration zeigt ihre Qualität deshalb nicht nur im Normalbetrieb, sondern besonders dann, wenn etwas nicht wie geplant funktioniert.

5. Flexibilität bei Veränderungen

HR-Systemlandschaften sind nicht statisch.

Neue Felder kommen hinzu, Prozesse verändern sich, Anwendungen werden aktualisiert oder organisatorische Anforderungen entwickeln sich weiter.

Eine gute Schnittstelle muss deshalb mitwachsen können. Starre Verbindungen, die bei jeder Veränderung neu entwickelt werden müssen, schaffen langfristig neue Abhängigkeiten statt Effizienz.

6. Sicherheit von Anfang an

Bei personenbezogenen Daten darf Sicherheit kein nachträglicher Zusatz sein.

Authentifizierung, Berechtigungen, Datenwege und Zugriffsrechte müssen von Beginn an Teil der Integrationslogik sein. Besonders im HR-Bereich gilt: Technische Machbarkeit allein entscheidet nicht darüber, welche Daten fließen dürfen.


Integration muss nicht kompliziert sein

Eine gute Integrationslösung soll nicht dadurch überzeugen, dass sie möglichst technisch oder komplex wirkt.

Im Gegenteil.

Die beste Schnittstelle ist im HR-Alltag häufig die, über die niemand mehr nachdenken muss.

Daten stehen dort zur Verfügung, wo sie benötigt werden. Änderungen werden zuverlässig weitergegeben. Prozesse laufen im Hintergrund. Und Mitarbeitende müssen nicht kontrollieren, ob Informationen in System A bereits auch in System B angekommen sind.

Genau darin liegt der eigentliche Nutzen.

HR gewinnt Zeit für Aufgaben, bei denen menschliche Kompetenz tatsächlich gefragt ist, statt Ressourcen für wiederkehrende Datenübertragungen einzusetzen.

Eine moderne HR-Systemlandschaft darf deshalb vielfältig sein. Sie darf aus unterschiedlichen Speziallösungen bestehen und sich mit den Anforderungen eines Unternehmens weiterentwickeln.

Sie muss nicht aus einem System bestehen. Sie muss als ein System funktionieren.


SYNQline: Damit deine HR-Systeme zusammenspielen

Genau hier setzt SYNQline an.

Mit SYNQline verbinden wir führende HR-Systeme mit spezialisierten Anwendungen und schaffen automatisierte, klar definierte Datenflüsse zwischen den einzelnen Lösungen.

So können beispielsweise die Sage HR Suite oder LOGA mit Anwendungen wie Saneware, Interflex, PeopleDoc, Ventopay oder Sieda verbunden werden.

Dabei gibt nicht die Schnittstelle den Prozess vor. Der Prozess bestimmt die Schnittstelle.

Welche Informationen ausgetauscht werden, welches System die führende Datenquelle ist, wann eine Übertragung erfolgt und welche Sicherheits- und Berechtigungskonzepte berücksichtigt werden müssen, richtet sich nach der jeweiligen Systemlandschaft und den Anforderungen des Unternehmens.

So entstehen keine Verbindungen um ihrer selbst willen, sondern eine HR-Architektur, in der unterschiedliche Lösungen sinnvoll zusammenspielen.

Aus einzelnen Anwendungen wird eine vernetzte HR-Systemlandschaft.


Fazit: Gute HR-Prozesse brauchen gute Verbindungen

Die HR-Softwarelandschaft wird vielfältiger. Und das ist eine Chance.

Unternehmen müssen nicht mehr versuchen, jeden Prozess in einer einzigen Anwendung abzubilden. Sie können für unterschiedliche Anforderungen gezielt die Lösungen auswählen, die fachlich und organisatorisch am besten zu ihnen passen.

Damit verschiebt sich jedoch die entscheidende Frage.

Es geht nicht mehr nur darum, was ein einzelnes System kann.

Es geht zunehmend darum, wie gut die verschiedenen Systeme miteinander arbeiten können.

Denn echte Effizienz entsteht nicht allein innerhalb einer Anwendung. Sie entsteht dort, wo Daten zuverlässig fließen, Prozesse durchgängig funktionieren und Menschen nicht länger die Lücken zwischen verschiedenen Systemen schließen müssen.

Nicht jedes System muss alles können. Es muss nur gut mit den anderen zusammenspielen.

Genau dafür braucht es eine durchdachte Integration.

Denn gute HR-Prozesse brauchen keine Insellösungen. Sie brauchen gute Verbindungen.

 
 
 

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